Barça hupt!! (Schon wieder)

Mittwoch, 6. Mai 2009

Heute abend schaute ich gemeinsam mit Stefan das Rückspiel Chelsea-Barcelona in einer Kneipe in Grácia an. Wir kamen zu Beginn der zweiten Halbzeit, und Barça lag bereits mit 1:0 hinten, nachdem das Hinspiel 0:0 ausgegangen war.

Die Kneipe war voll, aber nicht zu voll, so dass wir zumindest zwei Stehplätze direkt an der Tür ergattern konnten. In der Kneipe nur Barça-Fans, die wild fluchend und schimpfend den meisten Teil des Spieles verbrachten, das ehrlich gesagt auch nicht besonders ansehlich war. Chelsea stand hinten drin und verteidigte, während Barça ein ums andere mal erfolglos versuchte, sich zum Tor durchzuarbeiten. Die Engländer hatten dann noch mehrere hochkarätige Konterchancen, die sie allesamt ungenutzt ließen. Als auch noch Eric Abidal die rote Karte erhielt, sah es für niemanden so aus, als ob Barça noch den Ausgleich schaffen könnte, und damit ins Finale einzuziehen.

Der Schlusspfiff schien jeden Augenblick zu ertönen, da knallte Iniesta den Ball in das englische Tor, und von da an spielte die ganze Kneipe verrückt: Alle sprangen auf, schrien, tanzten, umarmtenn sich. Alles ein bisschen wie bei uns eben halt nur zu großen Turnieren der Nationalelf. Vielleicht kann ich es auch schwer vergleichen, schließlich hab ich mir auch noch nie ein Bayern-Championsleague Spiel in einer Münchner Kneipe angeschaut. Aber sicher gab es in München noch nie (nie nie) 2 Stunden später noch pausenlos Hupkonzerte auf den Straßen, oder dass Raketen in den Himmel geschossen werden. Das gleiche hatte sich ja bereits schon am Samstag so abgespielt, als Barça Real Madrid mit 6:2 deklassiert hatte. Der Fussball ist hier halt fast schon Religion. Bin mal gespannt, wann hier heut Nacht Ruhe einkehrt.

Ende der Osterfeiern

Dienstag, 14. April 2009

Leider war es über Ostern hier sehr regnerisch, so dass ich nicht besonders viel unternommen habe. Vielleicht ein Eindruck vom Palmsonntag zuvor, bei dem ich zufällig eine Prozession von der Rambla zu einer kleinen Kirche in der Carrer de Ferran ziehen sehen. Die Erwachsenen, und vor allem die Kinder haben Palmzweige geschwenkt, und es wurden Olivenzweige an die Passanten verteilt. Schwestern haben anmutig Kirchenlieder gesungen, einfach schön, und ein Ministrant hat Weihrauchduft in den Straßen verteilt.

Palmsonntag in Barcelona

Palmsonntag in Barcelona

Montjuïc

Montag, 13. April 2009

Ein Spaziergang auf den Montjuïc ist immer eine willkommene Abwechslung. Der Montjuïc ist neben dem Tibidabo der bekannteste Berg in Barcelona, und steigt direkt vom Hafen auf etwa 170 Meter auf. Naja, dann sollte man vielleicht besser Hügel sagen, aber in Müchen sagt ja auch niemand „Olympiahügel“, oder?

Tatsächlich ist dieser Vergleich gar nicht so weit hergeholt, denn entlang des Montjuïc liegen nicht nur Sehenswürdigkeiten wie das Castell de Montjuïc, der Botanische Garten, die Fundació Joan Miró, das Palau de Nacional mit dem berühmten Brunnen, sondern dort war auch der Austragungsort der olympischen Sommerspiele von 1992. Viel zu viel also, um alles an einem Tag gemütlich zu besichtigen.

Man hat jedoch einen ziemlich schönen Blick sowohl auf die Stadt als auch auf den Containerhafen, an dem immer viel los ist. Kreuzfahrtschiffe, dutzende Container- und andere Frachtschiffe, und im Minutentakt kommt ein neuer Flieger vorbei um in El Prat zu landen. Die wahren Herren der Lüfte sind jedoch die Möwen und anderen Vögel bei ihrem eleganten Spiel mit dem Wind. Unglaublich, wie sie trotz der starken Böen um die schroffen Felsen segeln.