Am Faschingsdienstag hat sich mit Louis dann der erste Besuch bei mir blicken lassen. Er war in den vergangenen Wochen wandern auf der Pilgerstrecke von Montpellier nach Santiago de Compostela, und vor dem Rückflug nach Deutschland hat er mir noch einen kurzen Besuch abgestattet. Er kam mittags bei mir an, und nach einer kleinen Stärkung und einem Kaffee sind wir dann zum Park Güell aufgebrochen, um den sonnigen Spätnachmittag mit einem schönen Ausblick über die Stadt genießen zu können.
Das Wetter war wirklich hervorragend (ich war bereits mit meiner Sommerjacke unterwegs, wie man sehen kann), so dass wir uns gemütlich den Park angeschaut haben, und uns auf die Brüstung einer der Brücken des Parkes hingesetzt haben und dort dem Treiben der Papageien in den Bäumen verwundert zugeschaut haben. Dazu haben wir leckeres Keksgebäck genascht, das wir zuvor in einer Bäckerei in Gràcia gekauft hatten.

Später sind wir dann den Berg runter nach Gràcia marschiert, und haben dort den Nachmittag in einem Kaffee auf dem Plaça de la Virreina ausklingen lassen. Auf dem Platz steht auch eine brönzerne Statue einer Frau, die jemand für den Karneval mit einer Perücke hübsch verkleidet hatte.
Die Statue scheint wirklich eine wichtige Rolle für das Leben der Leute auf diesem Platz zu spielen. Bei meinen leider unerfolgreichen Recherchen über die Identität der jungen Frau – es ist offensichtlich nicht Maria – bin ich auf einen Blogeintrag mit einem anderen sehr schönen Foto der Statue gestoßen.
Später sind wir dann erst zurück zu mir nach Hause, und dann in eine der baskischen Bars in Born gegangen. Deren Spezialität sind sogenannte Pinchos, eine Variante der Tapas, die auf Weißbrotscheiben serviert und mit Zahnstochern zusammengehalten wird. Am Ende bezahlt man die Anzahl der Zahnstocher auf dem Teller. Von überbackenem Ziegenkäse über verschiedene Varianten und Kombinationen von Meeresfrüchten, Schinken, Hartkäse und Marmeladen gab es noch Fleischbällchen, oder auch nur eine gebratene Wurst. Zum Glück war die Bar abseits all der Touristenströme, die Barcelona auch uím Winter unvermeidlich überziehen, so dass wir am Ende mit Essen und Trinken recht günstig davongekommen sind.
Am nächsten Morgen hab ich dann Louis in der Früh zur Estacio de França gebracht, da er von Barna Sants mit dem Bus zum Flughafen Reus fahren musste. Von dort ging es dann über London nach Salzburg, so dass er erst am Mittwoch in der Früh nach seiner langen Reise in München heimgefunden hatte. Wohl ähnlich müde und abgekämpft, wie die Karnevalsanhänger, die kurz nach unserer Verabschiedung mit dem Zug aus Sitges in den Bahnhof einfuhren.
- Ich im Sonnenschein
- Louis genießt den Ausblick auf die Stadt
- Und überall gibt es Touristen
- Es gibt auch romantische Ecken
- Zwei alte Männer
- Eine hübsche Frisur
Schlagworte: Besuch, Born, Carnaval, Gràcia, Park Güell, Pinchos






Donnerstag, 19. März 2009 um 23:54 |
Soll das ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, hmm?
Freitag, 13. März 2009 um 22:13 |
Die romantische Ecken sieht aber richtig romantisch aus…